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 Die Legende von Beregasch und Sicoli

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Tinkalik

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BeitragThema: Die Legende von Beregasch und Sicoli   Do März 13, 2008 4:04 pm

Das erste Abenteuer

Der Regen leckte von den Blättern des Waldes herrab. Sicoli spürte unter ihrem Harnisch weder Wind, Kälte noch die Feuchtigkeit der Tropfen die einfach vom Leder abzuperlen schienen.
Seit 2 Tagen war sie nun schon in Black Rose Castle und dessen Wäldern. Sie folgte dem Ruf ihres kleinen Begleiters Beregasch Sohn des Bavor. Die Elfe konnte sich noch nie erklären warum das kleine Volk soviel Wert darauf legte die Namen ihrer Ahnen zu tragen, doch schien der Namen, Beregasch nicht vor dem Regen zu Schützen. Sein Umhang war völlig durchnässt, einige Tropfen liefen über Stirn und Nase bis hinab in seinen Bart. Ein ums andere Mal befreite er seinen Stiefel fluchend aus dem Schlamm, bevor er schmatzenden Schrittes weitergehen konnte. Sicoli liebte das Fluchen ihres Freundes. Sie liebte wie er immer wenn er sich unsicher war verstohlen zu ihr rüber blickte um sich auf eventuellen Spott ihrer Seits zu wappnen. Er verstand es ihr ein lächeln auf das Gesicht zu zaubern.
Nur mit dem jungen Zwerg fühlte sie sich wohl und akzeptiert, denn aus ihrem eigenen Volk erntete sie ihr Leben lang nur Spott und Hohn, denn was ist eine Elfe wert, die sich mit Dolchen todesmutig ihren Gegnern entgegenwirft und aus fast jedem Kampf eine lange Narbe davon trägt, statt sich wie der Rest ihres Volkes der Magie und dem Bogen zu widmen. Beragasch gab jedoch nichts auf Äußerlichkeiten, er bewunderte ihre Art des Kampfes mit den leisen Klingen und Zwang ihre Gegner immer wieder mit seiner Armbrust in Deckung, damit sie wie eine Harpie auf ihre Gegner losstürmen konnte.
Viel zu lange schien es Sicoli her, dass sie sich in der Felsenfeste voneinander verabschiedeten, damals musste sie trainieren und ist dafür in die Abgeschiedenheit Allerath`s gezogen. Nachdem sie nach langem und hartem Training in die Felsenfeste zurück kehrte fehlte von Beregasch jede Spur, nur ein Brief hatte er ihr zurück gelassen, mit der Nachricht das er sich Valinor zum Ziel gemacht hatte, um mich zu suchen.
Sicoli blieb allerdings noch fünf weitere Tage in der Felsenfeste, denn das Turnier der Zeitenwende verlangte ihre Anwesenheit und sie konnte sich doch tatsächlich im Gemischtkampf durchsetzen und Wettbewerb für sich entscheiden. Gerade als sie ihe Sachen gepackt hatte erreichte ein Bote sie, mit einem Brief von Beregasch. Diesem Brief konnt Sicoli entnehmen das Beregasch nicht länger in Valinor verweilte sondern weiter in das schöne Black Rose Castle gezogen ist.
So machte Sicoli sich auf den Weg in diese abgelegene Stadt und kaum hatte sie die Wälder um Black Rose Castle erreicht traf sie ihn auch schon wieder, ihren kleinen Beregasch.
Seit sie nun wieder zusammen zogen wurden ihre Kämpfe härter, denn nicht nur Sicoli war stärker geworden, nein ihr junger zwergischer Begleiter hatte die Zeit nicht ungenutzt verstreichen lassen und so führte Sicoli sie nun auch auf die Spuren stärkerer Gegner wie Trolle und auch größere Gruppen Orks trauten die beiden sich nun schon zu.

Zwar konnte er wenig erkennen in der trüben Suppe, die sich Luft schimpfte und hören konnte er bei dem dauernden Plätschern der Regentropfen erst recht nichts, doch wusste er sich mittlerweile auf die deutlich besser ausgebildeten Sinne seiner Gefährtin zu verlassen... Ohne sie wäre er schon dutzende Male erstochen, erdrosslt, zerrissen und zerfleischt, in Stücke gehackt, gefressen und einmal sogar fast ertränkt worden.
Doch seine unnatürliche Zuneigung zu der Elfe war nicht allein darauf zurückzuführen. Trotz ihres oft etwas verschlossenen Wesens und ihrer einem Raubtier ähnlichen Aura, strahlte sie etwas aus, das ihm zwar das Gefühl von Geborgenheit aber keineswegs hilfloser Abhängigkeit gab.
Während er durch den Schlamm stapfte, der seiner Freundin - natürlich - nichts auszumachen schien, dachte er an ihr erstes Zusammentreffen. Damals war er unerfahren und naiv in den Wald gestapft mit seiner selbst zusammengezimmerten Armbrust und ein paar Zahnstocherartigen Bolzen "bewaffnet". Prompt wurde er auch in die Enge getrieben und hatte schon fast mit seinem Leben abgeschlossen, als seine Rettung von den Bäumen auf seine Gegner stürzte. Anfangs noch recht scheu, fühlte er sich sehr befangen in der Gesellschaft der Elfe. Doch nach einigen gemeinsamen Jagdausflügen, lernte er die Elfe kennen - so gut ein Zwerg es eben vermag. Welch seltsames Schicksal das einen Zwergen und eine Elfe in freundschaftlicher Verbundenheit neben- und miteinander leben ließ.
Er hatte sich nach ihr gesehnt und seine Gefühle für Sicoli konnte er weder definieren, noch einordnen.... Naja das beste war wahrscheinlich einfach abzuwarten, wie sich alles entwickeln würde.. Ahhrggg!! Schon wieder steckte sein verfluchter Stiefel fest! In Scerals Namen....

...Tja. Seinen Stiefel hatte er zwar jetzt in der Hand aber nun war nicht nur der Stiefel voller Schlamm...
Mit einem schnellen Seitenblick auf Sicoli wollte er sich versichern, dass die Elfe nichts von seinem Missgeschick mit bekommen hatte, aber es war ja zu erwarten gewesen...

Griner Nebel wurde immer dichter und selbst die scharfen Sinne der Elfe spielten ihr ab und zu Streiche. Äste wurden zu Armen und Steine zu lauernden Feinden. Plötzlich ein Pfeil. Direkt neben ihr schlug er in einen Baum ein, im Bruchteil einer Sekunde drehte Sicoli sich hinter den Baum, Beregasch duckte sich tiefer in den Nebel und wurde so fast Unsichtbar.
Da, grunzende, kehlige Geräusche.
Sofort wurde Sicoli klar um was es sich handelte. Die Orks denen sie nachgesetzt hatten, hatten nun sie gefunden.
Mit einem Mal brach der erste Ork aus dem Nebel die schartige Axt hoch über dem Kopf erhoben, noch bevor Sicoli sich auf ihn stürzen konnte brach er mit einem Bolzen in der Kehle zusammen......

Ein guter Treffer, bejubelte Beregasch sich selbst. Er hatte gerade den Mechanismus seiner Armbrust prüfen wollen, als er einer Gestalt im Nebel gewahr wurde. Flugs hatte er einen Bolzen parat und konnte - da die Waffe schon gespannt war - unverzüglich auf das Ziel anlegen. Pech für dieses ungeschlachte Biest, dass es so dumm gewesen war, seinen Hals zu präsentieren.
Nun, da das Adrenalin durch seinen Körper gepumpt wurde, schärften sich all seine Sinne, bis es ihm beinahe Schmerzen bereitete.
Nach dem plötzlichen Tod ihres Kameraden, waren die anderen Orks wesentlich vorsichtiger. Er konnte sie irgendwo im Nebel schnaufen hören.
So leise wie möglich lud er seine Armbrust nach. Einen Schuss würde er noch haben, ehe sie heran waren.
Er versuchte den Blick Sicolis aufzufangen und ihr durch ihre gemeinsam eingeübten Zeichen zu bedeuten, sich versteckt zu halten.
Wenn alles gut ginge, würde er einem den tödlichen Schuss verpassen können und den Rest mit der Axt erledigen. Diesmal würde ihm seine geringe Körpergröße zu gute kommen. Er duckte sich tiefer in den Nebel. Sobald sie herankamen, würde er schießen, die Armbrust fallen lassen, seinen Standort geringfügig ändern und mit einem Quentchen Glück, würden die Orks an ihm und Sicoli vorbei stürmen. Dann hätten sie leichtes Spiel.
Fragte sich nur wie viele es waren. Und hatte Sicoli seinen Plan erfassen können? Er versuchte gerade erneut Blickkontakt mit ihr herzustellen, als er einen Schemen im Nebel sah.
Sein Verstand wurde hinweggefegt, das Adrenalin schoss erneut durch seinen gedrungenen Körper und der Krieger in ihm übernahm vollends die Kontrolle. Sein Handeln war nun ausschließlich von seinen Instinkten beherrscht...

Sicoli erfasste den Blick ihres Kameraden, in diesen Augenblicken wurden sie zu einem Gedanken. Vorsichtig spähte sie in den Nebel und konnte 7 Schemen entdecken. Sofort übermittelte sie dem Zwerg das Zeichen ihrer Gegnerzahl und deutete dann in die Richtung aus der der Feind kommen würde.
Fast im selben Augenblick gewahrte sie schnelle Schritte im Schlamm, doch waren sie nicht von 7, sondern von 8 Orks, doch es war zu spät es Beregasch zu übermitteln, denn alle seine Sinne schienen schon auf die Gegner gerichtet zu sein. Ein zwergischer Kampfrausch konnten sie sich nicht erlauben, doch vertraute sie ihrem Gefährten genug, um darauf zu Vertrauen das er das richtige tat.
Die Orks waren nun fast herran sie sah wie der vorderste der Orks mit einem Bolzen in der Stirn zusammen sackte, aus dem Augenwinkel sah sie wie der Zwerg sich im Nebel aus der Laufbahn der Orks rollte.
Schon waren die ersten Orks an ihnen vorbei gestürmt. Stumm zählte sie mit, als sechs der sieben verbliebenen Kreaturen vorbei waren schnellte sie hinter dem Baum hervor und rammte dem letzten das Messer bis zum Heft in den Hals.....

Acht?? Verdammt! Es waren acht gewesen.. Wenn Sicoli nicht den letzten entdeckt hätte, wäre er genau in dessen schartige Klinge gesprungen.
Er hatte einen präzisen Schuss abgeben können und sein Plan war aufgegangen. Nun waren sie im Rücken der Gegner. Mit einem gedämpften Laut sackte der Ork, den Sicoli erschlagen hatte, zusammen. In jeder Hand eine Axt, lief er, die Bahn des letzten Orks beinahe schneidend, auf ihn zu und durchtrennte mit einem Schlag der linken das Wadenbein seines Opfers. Als dieser einbrach, wirbelte Beregaschs Rechte auch schon in einer fließenden Bewegung von oben in den Hinterkopf des Stürzenden.
Doch die Zeit zwischen dem Durchtrennen der Wade und dem vernichtenden Schlag, war zu lang gewesen.. Der Ork konnte einen kehligen Laut von sich geben.
Die Geschwindigkeit seines Laufes ausnutzend, versuchte Beregasch die Axt frei zu bekommen und sich ins Gebüsch zu rollen. Leider funktionierte nur zweiteres und die Axt fiel mit einem dumpfen Geräusch zu Boden.
Mühsam seinen keuchenden Atem unterdrückend, kauerte er nun nur noch mit einer Axt bewaffnet im Nebel und überlegte fieberhaft. Im Kampf Mann gegen Mann, würden sie sie nie besiegen können. Es waren einfach zu viele. Seltsam. Sicoli hatte doch gar nicht so viele Spuren gefunden... Da durchzuckte es ihn! Sicoli! Hatte sie schnell genug reagieren können? Die Orks begannen nun sich zu verteilen. Langsam, immer den Rücken des anderen deckend, bewegten sie sich immer weiter auf sein notdürftiges Versteck zu.
Ein Knacken wie das Bersten von Holz und ein unterdrückter Schmerzenslaut, versetzten ihm einen Stich. Eins dieser Viecher musste auf seine am Boden liegende Armbrust gelatscht sein!
Nun musste er kämpfen! Mit nur einer Axt zwar aber was war er für ein Zwerg, wenn er sich nicht so teuer wie möglich verkaufen und womöglich seiner Freundin die Flucht ermöglichen würde!

Mit Beachtung verfolgte Sicoli wie Beregasch den Ork fällte, er war gar nicht schlecht mit der Axt auch wenn er seine schartigen Beile nur im Notfall benutzte.
Behende kletterte sie den Baum hinnauf. Schnell musste es gehen. Beregasch mit nur einer Axt war zwar immer noch gefährlich aber 6 Orks wäre er wohl nicht gewachsen und sie kreisten ihn strategisch ein, zwar konnten sie sein Versteck wohl nicht genau ausmachen aber sie näherten sich ihm. Sie musste Beregasch den Weg zu seiner Armbrust ebnen nur dann hatten sie noch eine Chance, doch zwei Orks standen zwischen ihm und seiner Armbrust und ob die Armbrust den tritt des Orks überstanden hatte war fraglich. Sie musste es wagen.
Wie ein Falke lies sie sich aus den Bäumen fallen und landete hinter einem der beiden Orks, noch im Fallen durchtrennte sie ihm die Kehle. Mit einer fließenden Bewegung drehte sie sich und warf einen ihrer Dolche auf die Kehle des zweiten Orks.
Sie traf nicht. Für einen Augenblick schallte sie sich selbst eine Närrin eine ihrer Waffen zu werfen. Nun stand sie dem grobschlächtigen Wesen offen gegenüber, sie musste Beregasch genug Zeit erkaufen an seine Armbrust zu kommen....
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BeitragThema: Re: Die Legende von Beregasch und Sicoli   Do März 13, 2008 4:05 pm

Beregasch brauchte fast zu lange um den Plan Sicolis zu begreifen. Todesmutig stand sie nun den Orks gegenüber. Mit einem rauhen Kriegsschrei spurtete er los. Ein Ork stand nun zwischen ihm und seiner Armbrust. Er setzte alles auf eine Karte: Die Armbrust musste noch intakt sein. Wenn nicht... Nein! Darüber dachte er nicht nach.
Aus vollen Lauf, noch 2 (Menschen-)Schritt von seinem Gegner entfernt, schleuderte er seine verbliebene Axt. Natürlich war die nicht fürs Werfen ausbalancierte Kampfaxt keine wirkliche Bedrohung für den ihn mit erhobenem Säbel erwartenden Ork. Trotzdem musste er ausweichen und war einen Augenblick abgelenkt. Mit einer letzten Kraftanstrengung überwand Beregasch die Entfernung zwischen ihm und dem noch nicht wieder kampfbereiten Ork und rammte diesem seine muskulöse Schulter in die Brust.
Endlich schien das Glück auf seiner Seite zu sein. Der Ork taumelte nicht nur, er flog regelrecht einen Schritt nach hinten und verlor sogar seine Waffe. Beregasch hingegen konnte das Gleichgewicht halten und sprang mit den Knien auf die Brust des gestürzten. Doch trotzallem hatte der widerliche Ork die Kraft seine Schaufelähnlichen Hände an Beregaschs Hals zu legen und zuzudrücken. Mit seinen langen, kräftigen Armen, hielt er Beregasch nun auf Distanz zu seinem Gesicht. Beregasch bekam keine Luft! Er sah plötzlich ein Farbenspiel vor seinen Augen aufblitzen. Sein Denken wurde immer schwerfälliger... Doch dann dachte er an Sicoli - und schlagartig kehrte der Lebenswille zurück! Mit fliegenden Fingern zog er zwei Bolzen hervor - einen für jede Hand. Mit dem einen stieß er dem Ork in den Arm und als dieser einknickte, bohrte sich der zweite Bolzen in das große triefende Auge.
Beregasch war frei. Das ganze hatte nicht lange gedauert. Die Orks hatten zwar den Tod ihres Kameraden gesehen, aber Sicoli versperrte nach wie vor den Weg. Dann plötzlich sprang einer von ihnen vor...

Zwei der Orks umkreisten Sicoli und der dritte versuchte sie und Beregasch von einander abzuschneiden. Unwillkürlich musste Sicoli grinsen, denn sie wusste was geschehen würde wenn sich jemand zwischen sie oder Beregasch seine geliebte Armbrust stellte. Er würde einem Zorn anheimfallen, den selbst der größte Troll wie ein kleines Kind ausgeliefert wäre, schon hörte sie den wütenden Schrei ihres Gefährten und das darauffolgende aufstöhnen des Orks. Sie blickte in die Gesichter der anderen beiden Orks um an ihnen den Verlauf von Beregaschs Kampf abzulesen, denn um nichts in der Welt dürfte sie ihnen nun den Rücken zukehren. Mit einem Mal schnellte einer der Beiden Orks vor Schwang mit seiner Axt nach Sicolis Kopf. Sie duckte sich weg und erblickte hinter ihrem Feind den geworfenen Dolch in einem Baum steckend. Den Augenblick des Fehltreffers nutzend rammt sie dem Ork aus der Hocke den Kopf ins Gemächt. Drehte sich einmal um ihn herrum und zerschnitt ihm ohne zurück zu blicken die rechte Ferse., dann spurtete sie los es galt schneller an dem Baum zu sein als ihr der zweite Ork und diesen irgendwie auszuschalten, bevor sein verwundeter Kamerad wieder auf den Beinen war.
Welch ein Glück!! Die Armbrust war weitestgehend intakt. Nur ein wenig Holz vom Griff war abgebrochen. Der Schlamm hatte nachgegeben und somit die meiste Wucht des Trittes absorbiert.
Der Mechanismus war zwar etwas verdreckt aber er würde ein oder zwei Schüsse abfeuern können.
Beregasch begann die schlammige Sehne zurück zu ziehen...

Griner zweite Ork durchschaute ihren Plan und kam schneller näher als sie es erwartet hatte. Ein Seitenblick genügte um festzustellen das sie wohl gleichzeitig am Baum ankommen würden.....es gab nur noch einen Weg dem wütenden Hieb ihres Gegners auszuweichen.
Sie benutzte den im Baum steckenden Dolch als Trittleiter und mit einem Satz war sie auf dem ersten Ast gelandet, während die Axt des Orks wenige Schritt tiefer im Baum steckte und der Ork seinem Ärger mit einem kehligem Schrei Luft machte....

Ein Ruck ging durch den Ork und sein kehliger Schrei verkam zu einem abgehackten, blubbernden Röcheln.
Als er kraftlos gegen den Baum und mit dem Gesicht in den Staub fiel, prangte kurz unter seinen Nackenwirbeln ein Bolzen...

...Gut gemacht! dachte Beregasch triumphierend.
Doch seine Freude währte nur kurz, denn schon wand sich ein ekalhaftes Augenpaar ihm zu. Nun hieß es handeln! Schnell versuchte er die Armbrust erneut zu laden, aber die unterschiedlichen Belastungen der letzten Minuten waren zu viel für die Mechanik gewesen und mit dem unangenehmen Geräusch, welches unlegiertes Metall von sich gibt, wenn es über anderes Metall schabt, quittierte ihm seine Waffe den Dienst...

Sicolis Augen weiteten sich vor entsetzen. Beregasch seine Armbrust klemmte und er stand wie auf dem Silbertablett für den letzten Ork. Zwar musste Sicoli noch nie so schnell eine solche Distanz auf den Bäumen zurücklegen, doch es gab keinen anderen Weg ihren Freund zu retten.
Mit einem beherzten Sprung erreichte sie den nächsten Ast und lief die Zweige der Bäume entlang, nur ein falscher Schritt könnte ihm das Leben kosten. Ihm der Sicoli alles bedeutete.
Ein Blick nach unten ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren. Dem Ork fehlten nur noch wenige Schritt und Beregasch hantierte noch immer mit fliegenden Fingern an seiner Armbrust. Die Entfernung war zu weit um den Ork mit einem Sprung zu erreichen, doch sah die Elfe keinen anderen Weg.

Die Entfernung scheint kaum kürzer zu werden, mit beiden Händen den letzten verbleibenden Dolch fest umklammernd, stürzt Sicoli dem Waldboden entgegen.
Sicoli schließt die Augen und dachte an den Tag an dem sie Beregasch zum ersten mal im Wald traf. Sie sah sein freundliches Gesicht und hörte seine meckernde Stimme. Nichts würde mehr Sinn machen, würde er nicht mehr sein.

Der Ork sich seines Sieges sicher holte mit Mark erschütterndem Schrei zum finalen Schlag aus.
Ein knirschendes Geräusch gefolgt von einem dumpfen Schlag ließ den Ork in seiner Bewegung inne halten.
Mit Schreckensweit geöffneten Augen starrte das letzte Scheusal Beregasch an und brach vor ihm zusammen. Ein furchiger Schnitt der durch Sicolis Geschwindigkeit den Schädel geöffnet hatte, setzte sich durch die Wirbelssäule bis zum Gesäß des Orks fort. Kurz unter der Hüfte steckte noch immer der Dolch der sich in den Knochen verfangen haben musste.

Hinter dem Ork lag Sicoli völlig regungslos am Waldboden.

Das alles ging viel zu schnell als dass Beregasch alle Eindrücke sofort hätte verarbeiten können.. Erst mit einiger Verzögerung wurde ihm klar, dass Sicoli reglos vor ihm lag! Mit einem spitzen Aufschrei ließ er alles fallen und stürzte zu der Elfe. Vorsichtig bettete er ihren Kopf auf seinen Schoß und strich ihr die Haare aus dem Gesicht. Dicke Tränen rollten über seine Wangen und verfingen sich in seinem Bart.
Nur eine einzige fand ihren Weg...und fiel genau auf Sicolis Stirn...
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