Mercaturia

Handelsstadt im Norden von Dunladan
 
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 Lehre am Lagerfeuer

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RoterBaron

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Anmeldedatum : 02.03.08

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Beruf: Alchemist

BeitragThema: Lehre am Lagerfeuer   Fr März 14, 2008 6:35 pm

Eine Geschichte, die mir schon als kleines Kind an den Lagerfeuern der Gaukler und Lehrer erzählt wurde möchte ich heute an Euch weitergeben.

Es war zu Zeiten der Altvorderen, lange noch vor den großen Bruderkriegen. In den saftigen Ebenen Dunladans, nahe dem großen See wuchsen hohe Magorenbäume in die klare Luft. Große Berghänge säumten die Waldränder. Die saftigen Wiesen dienten dem Wild als Nahrung und Lebensraum zugleich. Die Gesetze der Natur bestimmten die Lebenszyklen - Geburt und Tod.

Zu jener Zeit war die Welt noch jung. Nur wenige der alten Völker wanderten über die Ebenen auf der Suche nach den besten Lebensräumen für sich und ihre Sippen. So gelangte eines Tages auch der junge Nellelirulin in diese Gegend. Lange schon streifte er durch die Wälder und endlich schien er die richtige Stelle gefunden zu haben. Die Bäume boten alle Möglichkeit um in ihnen wohnen zu können. Auf den starken Äste konnten die Behausungen gut aufgesetzt werden. Durch die große Anzahl der Magoren würde auch eine Vergrößerung der Sippe gut möglich sein. Das Wild war in großen Mengen vorhanden und auch der große See beinhaltete Nahrung im Überfluß.

All dies gab Ausschlag als die Wahl des jungen Nellelirulin auf dieses Gebiet fiel. Hier würden er und seine Auserwählte Helcaisil sich niederlassen. Er wanderte zurück zu seinem Stamm und konnte noch weitere Elfen von seinem Vorhaben überzeugen. So gründeten insgesamt 15 Elfen Altalore - die Siedlung der Elfen am großen See.

Zur gleichen Zeit begab es sich, das das Gebirge welches den Waldrand säumte von der anderen Seite erforscht wurde. Durch eine schmale Felsnische die der Zwergenjüngling Darsamkuldar auf seinen Streifzügen entdeckt hatte gelangte er in eine große Höhle. Welch herrliche Laune der Natur hatte dieses Wunder erschaffen? Eine handvoll Zwerge würde hier einen Lebensraum schaffen können der alles bisher gesehene in den Schatten stellen würde. Sicherlich bot der Berg alle Materialien und noch mehr um diesen Traum zu erfüllen. Auch er überzeugte einen Teil seiner Sippe zur Gründung einer neuen Stadt. Maglevasst sollte deren Name sein.

So wuchsen und gediehen diese beiden Stämme unbemerkt voneinander und erreichten in wenigen Jahrhunderten ihre Blüte. Die Elfen in Altalore erfreuten sich der Natur und lebten mit dieser im Einklang. Die Anpflanzung weiterer Magorenbäume ermöglichte die Vergrößerung der Bevölkerung. Die Zwerge in Ihren Hallen in Maglevasst errichteten in ihrer Emsigkeit Paläste und Hallen unter dem Stein. Sie förderten Mithril und brachten die edelsten Diamanten und Smaragde zu Tage.

Dann geschah das Verhängnis. Am Abend in der blutrot untergehenden Sonne Dunladans gewahrte der junge Lubarak, ein Druide der Erdmagie auf seinem Streifzug durch den Berg einen Lichtschein am Ende eines noch unerforschten Schachtes. Er ging auf diesen zu und entdeckte einen Ausgang aus dem Berg. Dieser mündete in eine kleine Empore aus der man das Tal bis zum großen See überblicken konnte. Lubarak sah Bäume, Wiesen und fremdartiges Volk das ihn nicht zu bemerken schien. Aufgeregt hastete er zurück zu Darsamkuldar der inzwischen der Anführer der Sippe geworden war.

Von diesem Tage an wurde eine Wache an diesem Ausgang aufgestellt. Niemand wusste wie sich das fremde Volk verhalten würde wenn es ihrer gewahr wurde.

In Altalore war den Elfen keineswegs entgangen das sich am Berg kleine Wesen bewegten. Da diese jedoch ihren Bereich nicht zu verlassen schienen begnügte sich Nellelirulin damit ebenfalls mit der Bewachung dieses Gebietes aus der Ferne. Es gab Nahrung und Fläche im Überfluß. Ein junger Magier der Elfen, Alcarinvista, der in der Kunst der Feuer- und Luftmagie unterwiesen wurde gab schließlich seiner Wissbegierde nach und begab sich zu der Empore im Fels.

Auf Grund seiner Größe und seines fremdartigen Erscheinungsbildes wurde er von den Wächtern der Zwerge aufgegriffen. Die grimmigen Wächter brachten Alcarinvista vor Darsamkuldar. Dieser rief seinen eigenen Magier, Lubarak, zu sich. Eine Verständigung der Völker war wegen der Sprachunterschiede nicht möglich. Die Magier jedoch bemerkten die Präsenz des alten Wissens untereinander. Da Darsamkuldar keine Feindschaft zwischen den Stämmen wünschte ließ er dem Elfen eine Handaxt als Gastgeschenk übergeben. Dieser nahm die Axt und wurde anschließend wieder zur Empore geleitet.

Als er endlich wieder Altalore erreicht hatte bat er um eine Unterredung mit Nellelirulin. Er berichtete von seiner Gefangennahme und den eigenartigen kleinen, stämmigen Wesen die den Berg ausgehölt hatten und dort hausten. Ihre Haut wurde von Platten geschützt die glänzten. Auch übergab er das Kriegsgerät das ihm ausgehändigt wurde. Ein klare Aussage in den Augen der Elfen. Die Übergabe von Kriegsgerät war dem Wurf eines Fehdehandschuhes gleichzusetzen. Das fremdartige Volk drohte ihnen.

In den laufenden Jahren wurden der Waldrand zum Berg mit Palisadenmauern befestigt. Teile des Waldes, der nicht zu Wohnzwecken genutzt wurde, musste für diese Sicherung verarbeitet werden. Die Elfen begannen das Gleichgewicht der Natur zu verändern.

Den Zwergen entging die Veränderung unten am Berg nicht. Es war offensichtlich das der Elf nicht als Freund sondern als Spion gekommen war. Sie hatten ihn empfangen und mit einem Gastgeschenk wieder entlassen und er hatte lediglich ausfindig machen wollen mit welcher Gegenwehr zu rechnen war.

Die Zwerge waren ein fleissiges und einfaches Volk. Man war für - oder gegen sie. So wurden die Kriegskünste weiter nach vorne getrieben. Maschinen zur Verteidigung und zum Angriff wurden entwickelt. Inzwischen war bei den Zwergen ein junger Mensch namens Fardok in den Dienst getreten. Ein Schwächling in den Augen der Zwerge mit dem jedoch der Handel zu den Aussenwelten aufrecht erhalten wurde. In nur wenigen Jahren alterte diese seltsame Rasse.

Die Zwerge versprachen Fardok einen guten Lohn wenn er sich in der Siedlung der Elfen umsehen würde. Wie erstaunt waren sie, als Fardok das Volk der Elfen kannte. Von ihm erfuhren sie das in den Aussenwelten inzwischen viele Siedlungen dieser Art entstanden waren. Auch die Ansiedlungen der Zwerge hatten in den letzten Jahrhunderten stark zugenommen. Nie hatte sich Darsamkuldar darüber Gedanken gemacht wie es außerhalb des Berges aussah. Es gab auch keine Veranlassung dafür. Alles was sie brauchten hatten sie hier.

Fardok unterrichtete die Zwerge in der Sprache der Elfen, die ihm als Händler gut vertraut war. Auch nahm er Kontakt zu diesen auf da ein Handel hier lohnenswert erschien. Der Argwohn zwischen den beiden Sippen war nicht sein Problem.

Im Morgengrauen eines frühen Wintertages geschah das Unglück. Alcarinvista, der Magier der Elfen war inzwischen ein Meister seiner Kunde. Die Luftmagie beherrschte er wie kaum ein Zweiter. Seine Aufgabe an diesem Morgen war die Aufsicht über die Palisadenwache.

Lubarak, der Erdmagier der Zwerge, beobachtete von der Empore aus die Aktivitäten auf der Seite der Elfen. Lange schon spannte sich die Lage zu. Unruhe machte sich bei den jungen Kämpfern breit. Sie wollten die Gefahr die von den Spitzohren ausging endlich beseitigen. Die Kessel mit den glühenden Kohlen, die zur Abwehr heranstürmender Feinde angebracht worden waren, standen immer unter Feuer. Ein Überraschungsangriff würde hier nicht erfolgen.

Die Sperre des Kessels löste sich ohne Vorwarnung. Die glühenden Kohlen stürzten den Berg herunter und setzten die Bäume am Waldrand in Brand. Alcarinvista sah wie das Feuer von Baum zu Baum übergriff und versuchte durch Verwirbelungen in der Luft dieses von der Palisade fortzulenken. Hierbei wurden die Wächter der Zwerge auf der Palisade erfasst und stürzten in die Tiefe. Der Beginn des Kampfes war herbeigeführt.

Neben Alcarinvista kamen die weiteren Luftmagier der Elfen hervor und gemeinsam wurde das Feuer in Richtung Berg zurückgedrängt. Schwere Rauchschwaden stiegen nach oben und machten das Atmen in den Gängen der Zwerge immer schwerer. Die in Stellung befindlichen Kriegsgeräte wurden geladen und begannen ihr mörderisches Werk. Pechkugeln flogen brennend in Richtung Magorenwald. Die Elfen antworteten mit Schwärmen von Pfeilen und Feuerblitzen. Tage dauerte dieser Kampf aus der Entfernung. Das Feuer zwischen Palisadenzaun und Berg hinderte die Zwerge an einem direkten Angriff.

Am siebten Tag nach dem Beginn des Kampfgeschehens konnten die Zwerge mit ihrem Angriff auf die Siedlung der Elfen beginnen. In Scharen stürmten Sie aus dem Berg, gewandet in Mithrilharnischen und bewaffnet mit Ihren Barbarenäxten. Die erste Reihe bestand aus Kämpfern die durch Schilde die hinterherstürmenden gegen den Pfeilregen der Elfen sichern sollten. Bereits auf dem Weg zur Palisade der Elfen verloren Hunderte ihr Leben.

Aber auch die Elfen, die sich auf den frontalen Ansturm der Zwerge konzentrieren mussten konnten ihre Aufmerksamkeit nicht mehr auf die Kriegsgeräte der Elfen lenken. Die vernichtende Kraft der Katapulte und Basilisken war verheerend. Reihe um Reihe lichtete sich die Verteidigung der Elfen. Immer mehr fielen dem Kampf zum Opfer.

Dem Ansturm der Zwerge konnte die Palisade nicht lange stand halten. Mit ihren Rammen und ihrer schier unendlichen Kraft brach in kurzer Zeit dieser Schutzwall zusammen. Jetzt standen die Zwerge in der Siedlung der Elfen. Einem für sie unbekannten Kampfgebiet. Die Elfen waren nicht auf der Erde wo man sie im Kampf Mann gegen Mann stellen konnte. Aus den Bäumen kamen Pfeilhagel auf die Zwergenkämpfer geflogen. Die einzige Möglichkeit der Zwerge bestand in der Fällung der Bäume. Mit ihren Äxten schafften es drei Zwerge innerhalb kurzer Zeit geschützt durch die in den Himmel gestreckten Schilde der Kameraden, die Bäume zu Fall zu bringen. Immer weiter wurden die Elfen auf den Boden getrieben.

Die Zahl der Zwerge dezimierte sich zusehends. Letztendlich stand sich eine kleine Gruppe Zwerge und eine kleine Gruppe Elfen gegenüber.

Auch die Festung der Zwerge im Berg gab es nicht mehr. Die Elfen verfügten über viele hervorragende Magier. Sowohl die Luft- wie auch die Erdmagie wurde von Ihnen in Perfektion beherrscht. Erst lenkten Sie den großen See in den Berg. Die Stollen und Gänge, Hallen und Krypten wurden überflutet. Die Zwerge die sich dort befanden konnten ihrem Schicksal nicht entkommen. Anschließend entfesselten die Magier Stürme und Blitzgewitter im Berg. Anschließend wurde ein großer Feuerball durch die Magier heraufbeschworen. Größer und größer wurden die Ausmaße bis die gesamte Halle ausgefüllt war. Anschließend explodierte dieser mit einer Wucht, die den Berg zum bersten brachte.

Niemand der sich in unmittelbarer Gegend aufgehalten hatte konnte diese Explosion überleben. Wer nicht im direkten Kampf umgekommen war der wurde von den herabfallenden Trümmern erschlagen. Der große See existierte nicht mehr. Viele kleinere Seen waren entstanden , getrennt von Felsen und kleinen, miteinander verbundenen Inseln. Die großen Berghänge waren zu zerklüftet. Von den großen Wäldern waren nur verkohlte Baumstämme zu sehen. Verbrannte Grasnaben zeugten von den weiten Ebenen.

Unberührte Natur die sich über Jahrtausende entwickelt hatte, zwei Kulturen, entstanden über mehrere Jahrhunderte, unzählige unschuldige Leben - ausgelöscht in Tagen.

Die Lehrer gaben mir folgendes auf meinen Weg mit. Vergewissere Dich das ein Kampf unausweichlich und richtig ist. Der Tod durch Irrtum oder Dummheit ist der unsinnigste und dient niemandem.
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