Mercaturia

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 Die Eisenplatte - was ist das?

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Argosch
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BeitragThema: Die Eisenplatte - was ist das?   Di März 25, 2008 12:17 pm

Um es deutlicher zu machen:
Die Eisenplatte soll sowohl Hintergrund für Rollenspiel, als auch tatsächlich eine Ingame-Duellliga sein/werden.
Ich halte das Regelwerk so, dass die Teilnehmer keinen allzu großen Aufwand betreiben müssen, um teilzunehmen.

_______________________________________________________________________________________________________________________

Die Eisenplatte ist ein geheimer Treffpunkt für Kämpfer.
Er befindet sich im Keller der Taverne "Zum schäumenden Krug". Eingeweihte können (manchmal gegen einen kleinen Obulus) den Schlüssel und das Losungswort beim Wirt erfragen.
Ist dieses Hindernis überwunden, begiebt man sich hinunter in den Keller:

20 Goldstücke!! Dieser elende Halsabschneider!! Nur für den Schlüssel.
Allor hatte am Abend von einem betrunkenen Zwergen von der Eisenplatte erfahren. Es hatte ihn all seine Überredungskunst und ganze 20 Goldstücke gekostet, den Schlüssel und das Passwort von dem dicken Wirt zu bekommen.
Nun stand er vor der massiven Tür am Ende der Kellertreppe und steckte den Schlüssel ins Schloss. Grinsend spürte er wie das Schloss sich öffnete. Der junge Elf freute sich schon darauf, sich hier mit anderen Kämpfern zu messen. Viel zu lange schon steckten seine beiden Klingen nur in ihren Lederscheiden.
Ohne den geringsten Laut schwang die Tür nach innen auf. Ein langer steinerner Tunnel, mit rußenden Fackeln erhellt, erstreckte sich vor ihm.
Feierlich schritt er voran.
Plötzlich war der Tunnel zu Ende und er stand erneut vor einer Tür. Aus einer im Fackellicht kaum sichtbaren Nische in der Wand trat ein grobschlächtiger Kerl in voller Rüstung hervor und musterte den Elfen abschätzend.
"Na Junge, haste dich verlaufn?", fragte er grunzend.
"Gurken aus der Dose" antwortete Allor zögernd. Wenn der Wirt ihn nun zum Narren gehalten hatte und ihm ein völlig falsches Passwort gesagt hatte? Dann hätte er sich bis auf die Knochen blamiert..
"Hmm, siehst' aber nich' aus wien Kämpfer. Was der neuerdings alles reinlässt hier... Sei vorsichtig, Junge, laufn n' paar harte Hunde 'rum hier."
Allor verzichtete auf eine Antwort und starrte erwartungsvoll zur Tür.
Mit einem Schulterzucken öffnete der große die Tür und ließ Allor ein.
Eine riesige Halle, mit großen Feuerschüsseln und unmengen von Fackeln erhellt, offenbarte dem Elfen viele Leute - die meisten bewaffnet - in kleinen Gruppen oder auch allein um eine große Eisenplatte auf dem Boden stehen.
Staunend ließ er den Blick durch die Halle wandern.

"Fabelhaft, oder?!", fragte eine sanfte, tiefe Stimme mit einem seltsamen Akzent hinter ihm.
Allor wirbelte herum und sah in das milde lächelnde Gesicht eines großen Menschen mit fast schwarzer Haut.
"Ich bin Gerard und du möchtest wahrscheinlich kämpfen, richtig? Na dann komm mal mit."

Gerard führte ihn in die Ecke, wenn man eintrat, rechter Hand, wo ein großer, runder Tisch stand. Hier lagen allerhand Heilerutensilien, sowie große Pergamentstreifen voller Namen, Zahlen und Tabellen.
"Hier versorgen wir die Verwundeten, darf ich dir Yuveela vorstellen?", er zeigte mit einer höflichen Geste auf eine hübsche Elfe, die, die Beine lässig untergeschlagen, auf einem Stuhl saß und bei der Erwähnung ihres Namens hinreißend lächelte.
"Außerdem", fuhr Gerard nun wieder an Allor gewandt fort, "arbeite ich hier als Turniermeister. Dies sind die Listen der Kämpfer und der Ergebnisse." Er deutete auf einen großen Stapel Papier. Dann wühlte er ein wenig darin herum und fand schließlich was er scheinbar gesucht hatte: Ein nur bis zur Hälfte beschriebenes Blatt. Gerard griff sich eine Feder, führte sie in ein Tintenfässchen und fragte dann tief über das Pergament gebeugt, "Wie ist eigentlich dein Name? Ich werde dich sofort eintragen - wenn du dich traust heißt das." Bei den letzten Worten erschien ein wölfisches Grinsen auf seinem Gesicht.
Allor blickte kurz zu der schönen Elfe Yuveela hinüber, welche ihn mit wachem Blick musterte.
"Klar will ich", antwortete er und versuchte dabei möglichst lässig zu klingen.
"Nun gut, und dein Name??"
"Oh..achso... ähh.. Allor", stotterte der mittlerweile tiefrot angelaufene Elf.
"Gut, A-L-L-O-R. Dann trage ich dich als neuen Herausforderer im Nahkampf ein, ja?! Geh' am besten zu Gromox dort drüben.", Gerard deutete auf einen eindeutig als fett zu bezeichnenden Zwergen, "Er wird dir die Regeln erklären."

"Heda! Bistn Neuer, wa? Noch janz jrün hinna de Ohrn. Na macht nix, dich kricht der alde Jromox och noch hin! Pass up! Wenne breit bis fürn Kampf, musse dich einfach uffe Eisenpladde da inne Midde stelln. Wenne Jlück has, kommtn andrer un fordert dich. Sonst is alles wie uffn normaln Duellplatz: Spuckn, Kratzn, Beißn is alles erlaubt! Nur mit Absicht ein Dodhaun darfste nich. Ach un wenne inne Nahkampfliga bis, darfse natürlich nich mit echtn Fernkampf ankomm. Wenn dir natürlich dene Waffe ausse Hand fliecht, wird schon kener wat sajn - kannste ja nix für, wa?!
Jibt noch wat, wadde wissn solltst: Wenne jewonn has, wirste von Jerard uffe Liste vermerkt un dann darfste selbst entscheidn ob de uffe Pladde gehst un n Neun rausforderst. Die noch nich so guten müssn also immer uffe Pladde ruff und wartn bis n bessrer kommt und rausfordert. Alles klaro? Jut, dann ma los mein Junge!"

Den komisch brabbelnden Zwergen ließ Allor stehen, als er die Regeln verstanden hatte:
Es gab also eine Art Rangfolge und wenn man einen höheren Gegner herausfordern wollte, musste man sich einfach auf die große Platte stellen, auf der die Kämpfe ausgetragen wurden. Dann konnte ein besser platzierter entscheiden, ob er den Kampf annahm. Bei einem Sieg bliebe alles, wie es war. Wenn der höhere jedoch gewann, rutschte er einen Platz hinunter und der Gewinner nach oben. Man konnte demnach nur einen Platz gut machen, wenn man gegen einen besser platzierten antrat - also auf die Platte ging.
Ein gar nicht so dummes System, dachte sich Allor, so wurde gewährleistet, dass Neuankömmlinge gleich mitmachen konnten und man auch nicht verpflichtet war, Kämpfe zu bestreiten. Ausserdem konnten so die stärkeren nicht wahllos gegen die "kleineren" Punkte oder ähnliches sammeln. Es brannte ihm unter den Fingern, endlich zu kämpfen und allen zu beweisen, dass er richtig gut war.
Doch vorher würde er sich einen Kampf ansehen.
Er stellte sich an den Rand der Platte an einen Stehtisch, neben einen gut gekleideten aber unbewaffneten Mann.
"Na, du bist wohl ein Neuer, nehme ich an? Ich bin Tarik, ein einfacher Händler. Nein, nein, bevor du fragst, ich kämpfe nicht. Ich sehe mir nur gern welche an, verstehst du? Es lenkt mich ab. Wie ist dein Name, Elf?", sprach der Mann mit freundlicher Stimme. Endlich jemand, der ihn nicht wie ein Kleinkind behandelte, dachte Allor.
"Ich bin Allor, mein Herr, und bin tatsächlich neu. Ich möchte mir gern einen Kampf ansehen. Darf ich mich zu Euch stellen?", fragte Allor, entschlossen höflich und freundlich zu sein.
"Aber sicher. Komm nur her, es geht gleich los. Der junge Mann, der dort auf der Platte wartet, ist der, der einen Platz direkt vor dir ist. Wenn du Glück hast, verliert er und du kannst ihn überholen. Da, die Schiedsrichter kommen."
Er deutete auf eine 5-köpfige Schar Gnome mit gelben Leinentüchern um den Torso.
"Seltsame Gestalten", murmelte Tarik, "aber die flinkesten Augen die es gibt. Sie entscheiden, wann ein Kampf endet und - was selten vorkommt - ob ein tödlicher Schlag absichtlich ausgeführt wurde, ob jemand gefoult wurde und all so was. Solange man keine wirklich bösartigen Dinge macht, sind sie recht kulant.", Tarik zwinkerte und wand sich nun dem bald beginnenden Kampf zu.
Die beiden Kontrahenten, der herausfordernde junge Mann mit einem Speer und ein grimmiger Zwerg mit bandagierten Fäusten, traten sich gegenüber. Dann gaben die Gnome mit einem schrillen Pfeifton das Startsignal, und der Kampf begann...


Zuletzt von Argosch am Mi März 26, 2008 9:55 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Eisenplatte - was ist das?   Di März 25, 2008 3:31 pm

Auszug aus einem geheimen Brief von Argosch an den Rat von Mercaturia:

und deshalb ist es nur verständlich, wenn sich die Leute unter echten Bedingungen miteinander messen wollen. Damit sie dies nicht irgendwo und mit erheblichem Risiko tun, billige ich inoffiziell den Betrieb der Eisenplatte. Es gibt den Leuten ein Ventil und stärkt sie für den Ernstfall. Ausserdem sorgt dieser Kampfclub für eine starke Bindung an unsere Stadt.
Durch ein extrem fähige Heilerin ist das Risiko auf bleibende Beeinträchtigungen oder gar des Todes sehr viel geringer als selbst nur bei der Jagd.
Der Turniermeister, Gerard und sein Helfer Gromox, sorgen unter der fleißigen Mithilfe des Schiedsrichterverbandes, für eine strikte Einhaltung der Regeln.
Nicht zuletzt durch das Publikum, hat sich bei den Kämpfern eine Art Ehrenkodex etabliert, der meist schlimmeres verhindert.
Deshalb, hohe Ratsherren, werde ich die Eisenplatte nicht verbieten! Im Gegenteil. Sie wird soweit gefördert, wie es mir möglich ist. Einzig: Auf offener Straße wird kein solcher Kampf ausgefochten werden, denn...
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BeitragThema: Re: Die Eisenplatte - was ist das?   Di März 25, 2008 3:34 pm

Aus "Psychologie des Kampfes - Die Eisenplattenkämpfer" von einem unbekannten Autor

Nun widmen wir uns einer Besonderheit unter den Kämpfern: Denen aus dem sogenannten Eisenplatten-Kampfclub.
Diese Kämpfer sind durch manchmal jahrzehntelange Teilnahme an diesem dauerhaft laufenden Turniers perfekt trainiert im Kampf Mann-gegen-Mann.
Natürlich lässt ein reiner Duellkampf größeren Raum für persönliche Entfaltung.
Ob nun die Eisenplatte tatsächlich existiert, oder es nur ein Gerücht ist, soll uns hier nicht interessieren. Wenn sie nicht existiert, sollen wir ihre Existenz als gegeben ansehen, um ein Gedankenexperiment durchzuführen. Ein Kämpfer also, der es gewohnt ist, in einem Turnier zu kämpfen, welches eine Art Eigenleben entwickelt hat, muss sich den "gewachsenen" Strukturen anpassen. Das bedeutet, dass Ehre und Moral in einem solchen Rahmen einem Kämpfer indirekt anerzogen werden können. Faktoren wie Publikum, welches mit Verehrung oder Verachtung auf Aktionen reagiert, sind gute Instrumente für eine Manipulation. Außerdem können Sanktionen seitens der Turnierleitung sehr wirkungsvoll sein. Der vielgehörte Ausdruck "Beim nächsten Mal", fällt aufgrund der fehlenden Saison-Struktur aus.
...
Angenommen also, diese genannten Faktoren, wären so ausgerichtet, dass ein Kämpfer nur von vorne angreift, niemals böswillig verletzt und ähnliches, würde doch naheliegend, dass dieser es immer - auch unter anderen Voraussetzungen - so wie gelernt handelt.
...
Nicht nur deshalb wären die Kämpfer einer solchen Institution ein beachtenswertes Forschungsfeld. Auch die Intention ist etwas besonderes. Laut der Gerüchte, gibt es keine größere Belohnung für die besten Kämpfer, als den Ruhm beim Publikum. Da dieses aber in eiener Geheimgesellschaft logischerweise zahlenmäßig recht schwach besetzt ist, bleibt dort nicht viel Ruhm zu holen. Vielmehr scheint es mir, als müsste die Intention an solchen Kämpfen teilzunehmen viel tiefer in die Psyche der Gesellschaft zurückzuverfolgen sein...


Zuletzt von Argosch am Di März 25, 2008 4:11 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Eisenplatte - was ist das?   Di März 25, 2008 4:04 pm

"Der Kodex der Eisenplatte" - niedergeschrieben von Tarik, einem langjährigen Beobachter der Eisenplatte

Unter den Kämpfern hat sich mit der Zeit eine Art Kodex entwickelt, der von allen eingehalten wird.
Der Herr Argosch hat diese zwar harten aber niemals unnötig brutalen Kämpfe stets gebilligt - unter der Voraussetzung, dass niemandem böswillig geschadet, oder die Zahl der versehentlichen Schäden an den Teilnehmern gering bleibt.
Schon um der Existenz der Eisenplatte willen, halten sich die Kämpfer also an die wichtigste Regel:

I) Verlieren ist keine Schande, töten schon!

Desweiteren soll natürlich auch niemand ungewollt zu schaden kommen. Deshalb ist auch die zweite Regel von eminenter Wichtigkeit:

II) Behalte einen klaren Kopf. Kampfrausch verboten!

Es soll auch gerecht zugehen:

III) Wenn du kämpfen kannst, lasse niemanden warten!

Natürlich wälzen sich Kämpfer aller Klassen gern in der Vorstellung, besonders heroisch zu sein:

IV) Wahre stets die Ritterlichkeit und Ruhm wird dir beschieden sein.

Nun, besonders Einfallsreich sind sie nicht, diese Kämpfer, aber immerhin sind sie auch nicht für ihren Geist, sondern für ihre Kampfkraft berühmt...


Zuletzt von Argosch am Di März 25, 2008 4:38 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Eisenplatte - was ist das?   Di März 25, 2008 4:11 pm

"Die Eisenplatte, mein Leben", ist ein Kapitel im Tagebuch von Gerard, dem langjährigen Turniermeister der Eisenplatte benannt. Hier ein Auszug aus dem manchmal sehr schwärmerischen Teil:

... und so kam ich also das erste mal in die Eisenplatte. Lange Zeit belegte ich stets nur den ersten Platz, bis ich ausschied. Ein Kämpfer kann nie endgültig von den Listen gestrichen werden, bis er stirbt und so bin ich noch heute unter den Teilnehmern geführt.
Eines Tages jedoch merkte ich, dass ich alt wurde und besprach meine Zukunft mit dem Herren Rekko, meinem ehemaligen Mentor und Turniermeister.
Er sagte, dass wenn die Eisenplatte mein Leben sei, solle ich ihn als Turniermeister beerben - und so ist es geschehen. Kaum zwei Jahre nach meiner Zusage starb er und so war ich der Turniermeister.
Rekkos Helfer, Gromox, stand auch mir zur Seite und so leite ich bis heute dieses großartige Turnier.
Der Reiz ist, dass es nie endet und die Übergänge an der Spitze fließend sind. So ist die Liga immer spannend.
Jeder hat die Chance, oben zu stehen...
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